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Videobeitrag: Dr. Nicolas Nowack über das
Zentrum für Soziale Psychiatrie Salzwedel

Zentrum für Soziale Psychiatrie

Erfolgreiche Fallbeispiele und spezielle Indikationen

Fallbeispiel 3

 

... nach Aufnahme mit schwerster psychischer Erkrankung

 

Schwere depressive Neurose und Anpassungsstörungen mit Suizidgedanken

 

Fast 4 Jahre lang war die Klientin in psychiatrischen Krankenhäusern stets über viele Monate behandelt worden, ohne dass es zu einer nachhaltigen Besserung kam. Sie konnte nicht mehr in ihrem erlernten Beruf arbeiten und nicht mehr in eigener Wohnung leben. Zwischenzeitlich   war sie (37 Jahre, Mutter) in völlig hilflosem Zustand in einem Pflegeheim betreut worden. Sie war herab gestimmt, stark antriebsgemindert bei gleichzeitiger psychomotorischer Unruhe und  litt wiederholt an Suizidgedanken. Es stellte sich die Frage, ob eine geschlossene Unterbringung im ZSP zu ihrem Schutz erforderlich wäre. Die Beschwerden waren aufgetreten nach bzw. während einer Trennungssituation. Nach der letzten, fast 6 monatigen Behandlung in einem psychiatrischen Akutkrankenhaus wurde sie in das ZSP verlegt, u.a. mit der Empfehlung sie durch intensive Arbeitstherapie auf eine mögliche Wiederaufnahme ihres kunsthandwerklichen Berufes vorzubereiten. Im Rahmen des multidisziplinären Ansatzes (gemäß der Dr. Nowack-Methode) wurde dies im ZSP Salzwedel entsprechend umgesetzt. Der Tagesablauf wurde klar strukturiert. Begleitend wurde die häusliche bzw. Trennungsproblematik einerseits in Gesprächen thematisiert, andererseits durch praktische sozialpädagogische Organisationsmaßnahmen bearbeitet. Die Beobachtung, Einschätzung und das Eingehen auf die Suizidgedanken stellten einen weiteren zeitaufwändigen Bereich des rehabilitativen Vorgehens dar. Die Symptome nahmen ab. Dazu dürfte auch wesentlich beigetragen haben, dass die Bezugstherapeutin und ein Arzt des ZSP tragfähige therapeutische Beziehungen zu der Betroffenen, rasch und systematisch, aufbauen konnten. Nach Stabilisierung der Befindensbesserung wurden Probebeurlaubungen durchgeführt. Nach 6 Monaten rehabilitativen Maßnahmen im ZSP Salzwedel konnte die Klientin in ihre Wohnung entlassen werden - und (erstmals seit Jahren) wieder ihrem   erlernten Beruf nachgehen.

 

Im Nachbeobachtungszeitraum von zehn Jahren wurde eine stationäre Aufnahme nicht wieder notwendig. - Die Befindensbesserung erwies sich als stabil.

(Alle Fallbeispiele wurden nötigenfalls etwas verändert, jedoch unter sinngemäßer Beibehaltung der Fakten, damit die Anonymität stets gewahrt bleibt.)