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GRIPS - Arbeit und Rehabilitation

GRIPS steht für Gesellschaft zur Rehabilitation, Integration und Prävention Seelisch behinderter Menschen, das heißt für niedrigschwellige therapeutisch begleitete Beschäftigungsangebote bzw. rehabilitatives Arbeitstraining. Für diese Kombination aus Arbeit und Rehabilitation müssen Sie grundsätzlich folgende Mindestvoraussetzungen erfüllen:

  • Mobilität – Die Fähigkeit selbständig den Arbeitsort zu erreichen. Die Einsatzorte befinden sich i. d. R. in Salzwedel und in der näheren Umgebung
  • Eigenverantwortlicher Umgang mit Medikamenten
  • Gruppenfähigkeit
  • Eine Mindestbelastbarkeit von 2 Stunden pro Arbeitstag, wobei die Anzahl der Arbeitstage pro Woche variieren kann.

Grundsatzidee
Die „Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft“ und die „Ausübung eines angemessenen Berufs oder einer sonstigen angemessenen Tätigkeit“ sind unmittelbar miteinander verbunden und weisen gleichzeitig untereinander vielfältige Wechselwirkungen auf. So führt die Zufriedenheit im Beruf zumeist auch zu einem erfüllten Leben in der Gemeinschaft und umgekehrt.
Vor diesem Hintergrund hat der Gesetzgeber entsprechende Regelungen, insbesondere in den Sozialgesetzbüchern II (Grundsicherung für Arbeitssuchende) und XII (Sozialhilfe) getroffen. Die Eingliederung eines erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ist demnach Aufgabe der Agentur für Arbeit; der Sozialhilfeträger hat die Ausübung eines angemessenen Berufs oder einer sonstigen angemessenen Tätigkeit zu ermöglichen. Entsprechend bietet GRIPS verschiedene rehabilitative Hilfen, die sich nach ihren Anforderungen und Tätigkeitsart (etwa Trainingscafé), aber auch leistungsrechtlich (z.B. gehört eine Tagesstätte dazu) unterscheiden. Sinnvolle Beschäftigung verbessert bei psychisch kranken Menschen - engmaschige therapeutische Begleitung vorausgesetzt - zumeist deren Befinden deutlich. Hierdurch erhöht sich deren Lebenszufriedenheit bei gleichzeitiger Verbesserung der individuellen Zukunftsaussichten.

Entstehung
Aus dieser Motivation heraus hat das Gemeindepsychiatrische Netzwerk Salzwedel das Gemeinschaftsprojekt zur Rehabilitation, Integration und Prävention Seelisch behinderter Menschen (GRIPS) gestartet. Zwischenzeitlich wurde hierfür eine eigenständige Gesellschaft gegründet. Im Rahmen eines, von dem Europäischen Sozialfonds, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie dem Altmarkkreis Salzwedel, geförderten Projektes zur Analyse und Erschließung realitätsnaher Arbeits- u. Beschäftigungsmaßnahmen konnten bereits sehr positive Praxiserkenntnisse erworben werden.

Durch eine weitere EU-Förderung wurde mit KlientInnen ein Foto-Projekt durchgeführt, dessen Ergebnisse nun in einer Wanderausstellung zu sehen sind.

Arbeitsweise

GRIPS ist speziell auf die Anforderungen psychisch erkrankter Menschen ausgelegt. Das Projekt nutzt gezielt die positiven integrativen Wirkungen eines realitätsnahen Arbeitslebens, um die psychiatrische Symptomatik zu mildern oder zu überwinden. Gleichzeitig werden die Berufsaussichten der Teilnehmer verbessert.


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