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Videobeitrag: Dr. Nicolas Nowack über das
Zentrum für Soziale Psychiatrie Salzwedel

Zentrum für Soziale Psychiatrie

Jeder Fünfte meidet den Kontakt mit psychisch erkrankten Menschen

Hamburg/Salzwedel 05.05.2008.

Wie eine repräsentative Umfrage der Dr. Nowack Gruppe ergab, meidet jeder Fünfte den Kontakt mit Personen, die psychisch krank sind aus Sorge, sich falsch zu verhalten. Bei den befragten Männern sagte sogar fast jeder vierte aus, den Kontakt eher zu meiden – obwohl 57,3 % der Männer und 69,2 % der Frauen angaben, Personen, die psychisch krank sind, zu kennen. Auffällig erscheinen die Angaben auch im Hinblick auf den eingeschlagenen Bildungsweg. Während 27,4% Prozent der befragten Personen mit Hauptschulabschluss der Aussage zustimmten, den Kontakt mit psychisch erkrankten Personen zu meiden, stimmten in der Gruppe, deren Schulbildung mit dem Abitur endete, 18,9% dieser Aussage zu. 500 Personen im Bundesgebiet wurden telefonisch vom Sozialforschungsinstitut IPSOS im Auftrag der Dr. Nowack Gruppe zu ihrem Umgang mit Menschen mit psychischen Krankheiten wie Alkoholismus, Demenz, Panikanfällen, Schizophrenie und Depression befragt.

 

„Vorurteilen gegenüber psychisch erkrankten Menschen kann man durch Information und Integration begegnen. Genau das praktizieren wir tagtäglich in unserem sozialpsychiatrischen Netzwerk in der Hansestadt Salzwedel“, sagt Dr. Nicolas Nowack, Gründer der Dr. Nowack Gruppe, zu der u. a. das Zentrum für Soziale Psychiatrie Salzwedel gehört. Nowack weist aber auch darauf hin, dass 95,8% der Befragten für psychisch kranke Menschen eine Therapie durch Fachleute und gleichzeitig die Akzeptanz von Nachbarn, Arbeitskollegen oder Angehörigen für wichtig halten. Bei der Altersgruppe der unter 34-Jährigen sind dies sogar 99,3%.

 

Die Diskrepanz zwischen dem Wissen um das nützliche offene Verhalten und den gesellschaftlich ausgeübten Vorbehalten gegenüber psychisch erkrankten Menschen ist neben den Krankheitsfeldern Demenz, Schizophrenie und den Folgeerkrankungen von Alkoholsucht auch Thema beim Sozialpsychiatrie-Tag am 7. Mai 2008. Bereits zum dritten Mal treffen sich Experten aus dem gesamten Bundesgebiet im Zentrum für Soziale Psychiatrie in Salzwedel. Unter dem Schwerpunktthema „Kann man von Europa lernen?“ referieren und diskutieren die eingeladenen Redner ab 10.30 Uhr bei der öffentlichen Veranstaltung über Therapie und Rehabilitation seelisch behinderter Menschen im europäischen Vergleich.

 

Die Dr. Nowack Gruppe bemüht sich um eine stärkere gesellschaftliche Akzeptanz von psychisch erkrankten Menschen. Mit gestuften therapeutischen Angeboten zielt sie auf eine Wiedereingliederung ihrer Patienten. Das zu Grunde liegende Konzept fördert die Kommunikation mit erkrankten Menschen, um deren möglichst optimale Betreuung und Entwicklung zu erreichen. Die Begleitung bei der aktiven Gestaltung der Patienten an ihrer eigenen Umwelt und intensive Schulungen gerade auch des Pflegepersonals sind weitere Bausteine der Nowack´schen Methode. Zu der Gruppe gehört in Salzwedel ein sozialpsychiatrisches Netzwerk aus Einrichtungen, das vom dortigen Zentrum für Soziale Psychiatrie ausging sowie später vom Haus Mittendrin und seiner Satelliten. Zahlreiche Modellprojekte oder durch die EU geförderte Angebote konnten hier von den verschiedenen Gesellschaften durchgeführt bzw. installiert werden: Etwa die ambulanten Gruppenmaßnahmen von HORIZONT oder die Arbeitsrehabilitation von GRIPS, wo psychisch Kranke – wirklichkeitsnah – wieder an Beschäftigungen herangeführt und gleichzeitig soziale Kompetenzen trainiert werden. Über die Hamburger Betriebs- und Beteiligungsgesellschaft Dr. Nowack-Kliniken werden außerdem Beratungen anderer Träger des Sozial- und Gesundheitswesens durchgeführt.

 

Bevor der 1961 in Hamburg geborene Facharzt Dr. Nicolas Nowack die Dr. Nowack Gruppe gründete, war er unter anderem am Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf und am Maudsley Hospital/Institute of Psychiatry in London, später in Oxford, tätig. Als Hochschullehrer, psychiatrischer Sachverständiger, ärztlicher Leiter und Berater sammelte er langjährige Erfahrung im Sozial- und Gesundheitswesen. Seit vielen Jahren ist er Mitglied des internationalen Arbeitskreises für Psychotherapie und Gruppenpsychotherapie bei Schizophrenen und Frühgestörten. Nowack vertritt Deutschland im Rahmen des EuroCoDe-Programms der Europäischen Union, einer wissenschaftlichen AG zum Vergleich europäischer Richtlinien im Bereich Demenz. Er setzt sich seit langer Zeit für chronisch psychisch Erkrankte ein, um deren Integration und Gleichbehandlung zu erreichen.

 

Weitere Informationen finden Sie im Internet: www.dr-nowack-gruppe.de
Presseanfragen richten Sie bitte an: presse dr-nowack-gruppe de