ISPS-Germany International Society for the Psychological Treatments of Schizophrenias and Other Psychoses

Im Jahre 2011 konstituierte sich die ISPS-Germany als deutsche Sektion der International Society for the Psychological Treatments of Schizophrenias and Other Psychoses (ISPS) - hervorgehend aus einem 1975 von Prof. Dr. med. Werner Greve gegründeten Arbeitskreis, der von der ISPS-Weltvereinigung für die Vertretung Deutschlands ausgewählt worden war. Der offizielle (Um-) Gründungskongress fand im Mai 2011 im Zentrum für Soziale Psychiatrie Salzwedel statt.

Die deutsche Vertretung der ISPS wird getragen von Persönlichkeiten aus unterschiedlichen psychiatrischen, psychotherapeutischen, psychodynamischen sowie auch verhaltenstherapeutischen und soziotherapeutischen bzw. sozialpsychiatrischen Arbeitsfeldern. Entsprechend tätige KollegInnen können an ihren Tagungen teilnehmen und sich unabhängig davon auch um eine Mitgliedschaft bewerben. Die deutsche ISPS ist ferner offen für Deutsch sprechende und möglichst außerdem Englisch sprechende TeilnehmerInnen und Mitglieder aus anderen Ländern. Vorstandssprecher der ISPS-Germany ist der ärztliche Leiter des ZSP Salzwedel, Dr. med. Nicolas Nowack.

Die ISPS-Germany basiert historisch auf dem o.g. Arbeitskreis, der seinen Schwerpunkt in psychotherapeutischer und gruppentherapeutischer Arbeit mit an frühen Störungen oder Schizophrenie leidenden Menschen hatte. Diese Fach-Vereinigung nahm eine bis dahin nur wenig wahrgenommene psychotherapeutische Kultur der deutschen Nachkriegspsychiatrie (einschließlich Psychosenpsycho-therapie) auf und führte sie weiter.

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung psychologischer und sozialer Therapiemethoden bei Psychosen erhält die fachliche Ausrichtung der ISPS, Menschen mit Psychosen geeignete psychosoziale Hilfen zukommen zu lassen, besondere Aktualität.

Nowack, N., Kluttig, T., Hoffmann, K.:
"ISPS-Germany" - 37 Jahre Psychotherapie der Psychosen
In: Psychotherapeut 2013 57, 490-494